Der Mietvertrag - Teil 1: Angaben, Mietdauer, Betriebskosten und Kleinreparaturen

Mietvertrag

Was muss wie im Mietvertrag stehen, damit für beide Parteien klare Verhältnisse geschaffen sind?

 

Außerdem ist nicht jede Klausel rechtskräftig. Der Teufel steckt oft im Detail und die Flut an angeblichen Do's und Dont's sorgt bei vielen Vermietern für Verwirrung. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie in Ihren Mietvertrag unbedingt aufnehmen sollten.

Angaben im Mietvertrag

Zu den Angaben im Vertrag gehören Namen und Anschriften vom Mieter und Vermieter sowie die Adresse des Mietobjektes. Die Festnetz- und Mobiltelefonnummern als auch die Emailadressen sollten aufgeführt sein. Bei Mehrfamilienhäusern gehören das Geschoss und die Lage im Geschoss dazu. Empfehlenswert ist die Nummer der Wohnung. Außerdem gehören natürlich die Höhen der Miete und der Nebenkosten mit hinein.

Mietdauer

Die meisten Mietverträge werden heute auf unbestimmte Dauer abgeschlossen. Befristete Verträge können nur unter bestimmten Voraussetzungen abgeschlossen werden. Will zum Beispiel der Vermieter in absehbarer Zeit die Immobilie selbst beziehen oder ein Verwandter, so muss er bei Abschluss des Vertrages dies in einem „qualifizierten Zeitmietvertrag“ angeben. Ein weiterer Grund für einen befristeten Mietvertrag wäre die Modernisierung der Immobilie. Bei einer Veräußerung der Immobilie endet der Mietvertrag nicht automatisch.

Betriebskosten

Alle anfallenden Betriebskosten können auf den Mieter umgelegt werden. Ebenso die Grundsteuer. Die abzurechnenden Betriebskosten müssen mit Verteilungsschlüssel im Mietvertrag bei Vertragsabschluss stehen. Dort nicht aufgeführte Kosten können später nicht mehr gegen den Mieter geltend gemacht werden. Nicht umlagefähige Kosten sind Hausverwaltergebühren, Rechtsberatungskosten und die Instandhaltungsrücklage. Der Vermieter ist nicht verpflichtet dem Mieter die Abrechnungsbelege zu übersenden. Jedoch muss er ihm die Einsicht gewähren.

Kleinreparaturen (Bagatellschäden)

Bei Kleinreparaturen muss der Vermieter den Handwerker rufen und beauftragen. Derartige Reparaturen, wie zum Beispiel ein abgerissener Rollladengurt oder die defekte Türsprechanlage, dürfen maximal 100,00 Euro pro Reparatur betragen. Ab 101,00 Euro muss der Vermieter alles zahlen. Im Mietvertrag muss allerdings aufgeführt sein, dass der Mieter maximal 8% der Jahresnettomiete für solche Reparaturen zu zahlen hat.

 

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