Tipps für Vermieter


Sie möchten die Vermietung selbst in die Hand nehmen, einen solventen Mieter finden und eine gute Miete erzielen. Wir erklären Ihnen die Voraussetzungen, die Sie dafür mitbringen müssen.

Video: ohne oder mit Profi-Makler vermieten?

Die Rendite: Welche Miete ist erzielbar?

Sie kennen einen Immobilienmakler? Prima!  Ein cleverer Makler kennt den Markt. Er weiß also, welche Häuser und Wohnungen in welchen Lagen gerade angesagt sind, welche angeboten werden und was sie kosten. Was ist die richtige Zielgruppe unter den Mietern und was sind diese bereit an Miete auszugeben? Er hat auch Zugriff auf Datenbanken über Mietobjekte, die ihm sagen, was die derzeitigen Mieten sind. So kann er die höchste, aber dennoch realisierbare Miete gut ermitteln.


Der Aufwand: Was müssen Sie tun, wenn Sie sich selbst um die Mietersuche kümmern?

Um die höchste Miete auch zu bekommen, bedarf es schon etwas mehr Aufwand. Da die Vermarktung heute online im Internet von statten geht, müssen Sie zunächst ein sehr gutes und aussagekräftiges Exposé erstellen.

"Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance."

Dies gilt im Internet genauso. Aber was bedeutet das? Da es noch viele andere Konkurrenzobjekte gibt und Sie zudem noch eine überdurchschnittliche Miete erzielen wollen, müssen Sie einen besonders guten Eindruck und den in sehr kurzer Zeit bei den Interessenten erreichen.

Aber wie erreichen Sie den besten Eindruck in sehr kurzer Zeit, damit möglichst viele Interessenten auf Ihr Exposé klicken?

Da alle Mietangebote in einer mehrseitigen Liste mit einem kleinen Vorschaubild angezeigt werden, muss dieses Bild vom Motiv und von der Qualität her hervorragend sein!

Um dies zu erreichen, müssen Sie bei der Aufnahme das richtige Motiv und den richtigen Blickwinkel wählen, eine geeignete Kamera mit einem speziellen Objektiv haben und für die Nachbearbeitung eine sehr gute Foto-Software benutzen. So machen es auch die Profi-Fotografen.

Das diese Formel für alle anderen Bilder gilt, ist selbstverständlich. Mit dazu gehört auch, eine aufgeräumte und hergerichtete Umgebung, die mit auf das Bild kommt. Dies wird heutzutage Home staging genannt.

Zum Exposé gehören genaue Angaben und Dokumente

Die Wohnflächenangabe muss stimmen und sie muss für den Mieter überprüfbar sein. Dies sollten Sie sicherstellen, bevor sie die Angaben in das Exposé eingeben. Denn stellt sich später heraus, dass die Wohnfläche tatsächlich kleiner ist als im Exposé (oder Mietvertrag) angegeben, so kann der Mieter eine Rückzahlung der zu viel gezahlten Miete von Ihnen verlangen. Der Satz "Ich vermiete eine Wohnung und keine Quadratmeter!" bewirkt vor Gericht wahrscheinlich nicht mehr als ein Augenrollen des Richters.

 

Der Energieausweis ist seit dem 01.05.2014 Pflicht und fehlende oder falsche energetische Angaben sind bußgeldbewehrt. Das Bußgeld kann bis € 10.000,- betragen. Bei Anzeigen in kommerziellen Medien sogar bis zu € 15.000,-  Der Ausweis ist bei jeder Besichtigung ungefragt von Ihnen den Interessenten vorzulegen.

 

Ein Grundriss gehört auch zum guten Exposé. Gibt es nur eine alte, unleserliche schwarz-weiß Kopie, so müssen Sie eine Firma finden, die diesen digital überarbeitet. Das Ergebnis sollte ein klarer, farbiger Grundriss sein mit Zimmernamen und Angaben der Zimmergrößen.

  

Alle Angaben für das Exposé sollten von Ihnen recherchiert und überprüft werden, bevor Sie diese eintragen und veröffentlichen!

 

Zum Inhalt des Exposés gehört auch eine Beschreibung der Immobilie. Diese sollte kurz, sachlich und prägnant sein. Der Suchende im Internet klickt viele Exposés an und will sich schnell informieren. Langatmige Beschreibungen führen eher zum Verlassen des Exposés. Gibt es etwas Besonderes zu erwähnen, so dürfen Sie dies ruhig etwas emotional zum Ausdruck bringen. Gegen einen "fantastischen Stadtblick" oder einen "Dornröschengarten" hat wohl niemand etwas einzuwenden.

 

Rechtstip: Im Exposé darf nicht mehr "provisionsfrei" stehen. Da alle Angebote zur Vermietung heute provisionsfrei für den Mieter sind, würde das gegen das Gesetz des unlauteren Wettbewerbs verstoßen und könnte eine Abmahnung zur Folge haben.

Jetzt haben Sie das Exposé fertig und haben noch mit niemanden besichtigt. Was kommt jetzt?

Da Sie eine hohe Miete erzielen wollen, müssen Sie auch hohen Anforderungen seitens der Mietinteressenten gerecht werden. Was heißt das nun wieder?

Zum Beispiel auf Anfragen schnell reagieren. Innerhalb weniger Stunden anrufen und einen Termin ausmachen. Aber nicht gleich mit jedem. Haben Sie die Fragen des Mietinteressenten zur Wohnung oder dem Haus beantwortet, dürfen Sie ihn nach seinen Beruf, Personenzahl und Haustieren fragen. Ist er qualifiziert, dann sollte der Termin kurzfristig stattfinden. Nicht selten kann der Interessent nur am Samstag oder Sonntag oder - noch besser - an einem Feiertag. Weil der Mann unter der Woche in einer entfernten Stadt arbeitet oder der Mieter erst so spät Feierabend hat, dass es dann schon dunkel ist. Aber wer will sein neues zu Hause schon im Dunkeln anschauen?

Hat es dann mit dem Termin geklappt, wurden Sie nicht versetzt oder musste der Termin nicht verschoben werden, dann bleibt es nun abzuwarten, ob der Mietinteressent sich meldet und zu oder absagt.

 

Sagt der Mietinteressent zu und Sie wären mit ihm einverstanden, dann fordern Sie vom zukünftigen Mieter eine möglichst ausführliche und unterschriebene Selbstauskunft sowie die letzten 3 Gehaltsabrechnungen (bei Selbständigen die letzten drei Steuerbescheide) und eine Schufa-Auskunft an. Handelt es sich bei den Mietern um zwei Personen, dann das Ganze mal zwei. Da hier und da auch schon mal was vergessen wird, müssen Sie hin und wieder mal nachhaken.

Sehen die Bewerbungsunterlagen gut aus, geht es um die Erstellung des Mietvertrages.

Aber bitte nicht irgendeinen nehmen! Der von Haus und Grund in der online-Version ist vermieterfreundlich und rechtlich immer auf dem neusten Stand. Wenn nicht ein kompetenter Makler den Vertrag erstellt, dann lassen Sie ihn noch einmal von Ihrem Anwalt prüfen, wenn Sie eigene ausgedachte Klauseln hinzufügen. Sind diese nämlich falsch formuliert, kann das teuer werden für Sie!

Oft gibt es noch etwas zu verhandeln wegen dem Einzugstermin, der zahlweise oder der Art wie die Kaution zu erbringen ist oder evtl. Einbauten. Auch hier sollten Sie sich von einer kompetenten Person beraten lassen.

 

Nun steht dem Unterschreiben des Mietvertrages nichts mehr im Wege.

Später heißt es dann: Wohnungsübergabe!

Bevor der Mieter den Schlüssel in die Hand gedrückt bekommt, muss er Ihnen die Kaution aushändigen. Bei der Übergabe sollte alles von Ihnen und dem Mieter genau durchgesehen und schriftlich (Übergabeprotokoll) sowie mit Fotos dokumentiert werden.

Zusammenfassung:

Wenn Sie Ihre Wohnung zu einer guten Miete vermieten möchte und sie in guten Händen wissen wollen, dann müssen Sie sich entweder fachlich gut mit dem Internet, der Fotografie und dem Mietrecht auskennen, gute Nerven und Zeit für die Suche nach einen Mieter haben oder Sie übergeben die ganze Angelegenheit einem kompetenten Makler mit guten Referenzen und Bewertungen.

 

Über 80% der Vermieter beauftragen einen Immobilienmakler mit der Vermietung ihrer Immobilie.

Welche Vorteile haben Sie, wenn Sie mit der Mietersuche einen Makler beauftragen?

Mehr Freizeit, weniger Stress, Sie können Ihrer Arbeit wie gewohnt nachgehen und eine kürzere Vermarktungszeit. Dadurch haben Sie wieder früher Mieteinnahmen und so macht sich der Makler bezahlt. Außerdem könne Sie die Provisionsrechnung von der Steuer absetzen.

"Genau dafür bin ich für Sie da! Rufen Sie mich am Besten gleich an und lassen Sie uns über die Abwicklung von A bis Z reden: 0611 5657936", Günther Wagner, Ihr persönlicher Ansprechpartner."

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